Geschrieben von BlueFaelis am 07.06.2004 um 18:52:
Die Erle
Grundlagen
Die Erle ist unsere Begleiterin im Monat April.
Die Erlen sind eine Gattung der Birkengewächse mit rund 30 sommergrünen Baum- und Straucharten, die fast alle in der Nordhermisphäre verbreitet sind.
Kennzeichen: Blätter wechselständig, einfach, gesägt. Blüten einhäusig verteilt, in Kätzchen, windbestäubt. Männl. Kätzchen lang, zur Blütezeit schlaff hängend, weibl. Kätzchen kurz, zäpfchenartig, entwickeln sich im Zuge der Samenreife zu holzigen Fruchtständen (Zäpfchen), die oft noch lange nach dem Ausfliegen der kleinen Nussfrüchte am Baum bleiben. In Mitteleuropa sind drei Arten einheimisch: die Schwarzerle, die Grauerle und die strauchige Grünerle.
Die einheimischen Erlen leben in Symbiose mit "Strahlenpilzen" (Actinomyceten), die zur Bindung von Luftstickstoff befähigt sind. Ort dieser Lebensgemeinschaft sind knöllchenartige, bis faustgroße Wucherungen an den Wurzeln.
Schwarzerle, Roterle
Alnus glutinosa Gaertn
Gestalt: Bis 35 m.
Blätter: Rundlich bis oval, 4-10 cm lang, vorne rund oder eingebuchtet, anfangs klebrig, 5-8 Paar Seitennerven, unterseits in den Nervenwinkeln bärtig, sonst kahl.
Blüten: III, IV Die Kätzchen erscheinen schon im Sommer vor der Blüte.
Früchte: IX, X. Fruchtzäpfchen 1-2 cm groß, gestielt.
Rinde: Anfangs glatt, glänzend rotbraun. Frühe Bildung einer dunklen, rissigen Borke.
Verbreitung: Europa, Kaukasus, Sibirien, Nordafrika.
Standort: Meist in tieferen Lagen. Bach- und Flussufer, feuchte Laubwälder, vor allem Au- und Erlenbruchwälder. Bevorzugt auf nassen, tiefgründigen, meist kalkarmen, nährstoff- und humusreichen Böden. Frostharte Lichtbaumart.
Bestimmungshinweis: Ähnelt der Grauerle.
Grauerle, Weißerle
Ainus incona Moench
Gestalt: Bis 25 m. Oft mehrstämmig.
Blätter: Oval, spitz, nicht klebrig, 8-15 Paar Seitennerven, unterseits graugrün, behaart oder kahl, ohne Achselbärte. Früchte: Fruchtzäpfehen etwas kleiner, die seitenständigen sitzend oder kurzgestielt.
Rinde: Glatt, grau, kaum Borkenbildung; Stämme oft spannrückig.
Verbreitung: Europa, Kaukasus.
Standort: Gebirge. An Fließgewässern. Feuchte, meist nährstoffreiche, kalkhaltige Böden, meidet Staunässe. Erträgt mehr Trockenheit als die Schwarzerle.
Bestimmungshinweis: Ähnelt der Schwarzerle.
Die in Gebirgen vorkommende, strauchig wachsende Grünerle (Alnus viridis) hat kleinere, unterseits hellgrüne und bis auf die Nervenwinkel kahle Blätter.
Mythologie
Die rote Farbe des "Erlenblutes" und die extreme Wiederstandsfähigkeit macht die Erle zum "Krieger" unter den Bäumen. Erlenwälder werden von Elfen als Wohnstätte bevorzugt.
Die Erle ist ein Baum der Reinigung. Tränke und Räucherwerk aus der Rinde und den Blättern der Erle werden benutzt um "Altes" besser loslassen zu können. Eine enge Verbindung zum irischen Helden "Cuchulainn" und seiner Geschichte wird der Erle nachgesagt.
Heilkraft
Die Heilkraft der Erle liegt hauptsächlich in ihrer Eigenschaft, die Wundheilung anzuregen. Auch Blasen und Entzündungen an den Füßen sollen die frischen Blätter, in die Wanderschuhe gelegt, vorbeugen. Ansonsten wird der Erle keine besondere Heilwirkung zugeschrieben.
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Quelle:
http://www.thesoulofcelt.de/die_erle.htm