Southernman 
Wasserträger
 

Dabei seit: 19.10.2006
Beiträge: 450
Herkunft: BY
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Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?
(The Hitchhiker's Guide to the Galaxy)
__________________ Wer in sich geht sollte nicht erschrecken, wenn er niemanden antrifft.
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21.01.2010 02:03 |
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Kupferkrähe 
Feuertänzerin
  

Dabei seit: 28.01.2007
Beiträge: 691
Herkunft: Südwestdeutschland
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| Zitat: |
Original von Southernman
Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?
(The Hitchhiker's Guide to the Galaxy) |
Und das sagt jetzt was aus?
__________________ At the heart of each of us, whatever our imperfections, there exists a silent pulse of perfect rhythm, a complex of wave forms and resonances, which is absolutely individual and unique, and yet which connects us to everything in the universe.
Wenn der Tag zu sehr klumpt hilft doch einfach noch ein bisschen Flüssigkeit. 
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21.01.2010 06:47 |
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Kupferkrähe 
Feuertänzerin
  

Dabei seit: 28.01.2007
Beiträge: 691
Herkunft: Südwestdeutschland
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| Zitat: |
Original von Terrane
Auf jeden Fall finde ich es nicht gut, wie Jord hier angegriffen wurde, immerhin kann man historische, ich sag mal, Fehlinterpretationen auch anders korrigieren.
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Hier wurden Aussagen angegriffen und das sollte in einem Diskussionsforum erlaubt sein. Das Feuer ist zwar noch lange nicht so diskussions- und debattenlastig wie andere Orte, die ich kenne, aber ein reines Harmonie- und Supportforum ist es zum Glück auch nicht.
Wer eine Aussage zur Diskussion stellt, muss halt damit rechnen, dass er auch Gegenwind bekommt.
__________________ At the heart of each of us, whatever our imperfections, there exists a silent pulse of perfect rhythm, a complex of wave forms and resonances, which is absolutely individual and unique, and yet which connects us to everything in the universe.
Wenn der Tag zu sehr klumpt hilft doch einfach noch ein bisschen Flüssigkeit. 
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21.01.2010 06:51 |
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eald 
Spinner

Dabei seit: 10.04.2004
Beiträge: 1.170
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Hi Kupferkrähe, ^^
| Zitat: |
| Und das sagt jetzt was aus? |
Vermutlich das gleiche wie Oscar Wilds Äusserung das es wichtiger sei, so sich jemand über eine Rosenblüte freue, denn daß er ihre Wurzel unter das Mikroskop brächte, oder wie Annemarie Schimmel in ihrem Werk „Mystische Dimensionen des Islam“ es mit den Worten ausdrückte: „Sufismus wird nicht erworben durch viel Beten und Fasten, sondern ist die Sicherheit des Herzens und die Großmut der Seele.“
Sprich, vielleicht kommt es beim Heidentum als Glaubens- wie Religionsform [bisweilen] nur bedingt auf eine wissenschaftlich fundierte wie korrekte Basis an, und möglicherweise verschließt sich das religiös Wesentliche, ja gerade jenen Blicken, die zu sehr in ablenkenden Äusserlichkeiten der Betrachtung des Eigentlichen sich dabei verlieren?
Ich meine, Werner Heisenberg stellte meines Erachtens nicht ganz unpassend einmal fest das der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaften nun einmal atheistisch wohl mache ... auch wenn er zugegebenermaßen dem dann noch anfügte das auf des Bechers Grunde Gott dann wiederum warte. 
Dennoch, die Gemahnung das Wesentliche der Betrachtung nicht aus den Augen zu verlieren, sie wohnt meines Wissens auch und gerade dieser Äusserung wohl mit inne.
Bleibt also nurmehr die Frage was bei desem Thema hier das Wesentliche denn nun sei, hm?
eald
__________________

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von eald am 21.01.2010 13:05.
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21.01.2010 12:29 |
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Juniperus
Holzscheit
 

Dabei seit: 21.07.2008
Beiträge: 375
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Hi Eald
| Zitat: |
Original von eald
... oder wie Annemarie Schimmel in ihrem Werk „Mystische Dimensionen des Islam“ es mit den Worten ausdrückte: „Sufismus wird nicht erworben durch viel Beten und Fasten, sondern ist die Sicherheit des Herzens und die Großmut der Seele.“ |
Das sähe ich als guten Vergleich, wenn das heutige Heidentum eine Mysterienreligion wäre.
(Das ist sie wohl aber nur, wenn man unter "Mysterien" etwas wie "irgendwie mysteriös" versteht.
)
| Zitat: |
Original von eald
Sprich, vielleicht kommt es beim Heidentum als Glaubens- wie Religionsform [bisweilen] nur bedingt auf eine wissenschaftlich fundierte wie korrekte Basis an, und möglicherweise verschließt sich das religiös Wesentliche, ja gerade jenen Blicken, die zu sehr in ablenkenden Äusserlichkeiten der Betrachtung des Eigentlichen sich dabei verlieren? |
Was ist denn das religiöse Wesentliche beim Neuheidentum?
Hier im Thread habe ich bisher nur "ablenkende Äusserlichkeiten" wie den Bezug und das vermeintliche Erbe der Kelten und Germanen gelesen (von deren Religion man so gut wie nichts weiß).
Und was das Wesen des Göttlichen betrifft - was man als Wesenskern sehen könnte - da scheint man sich auch nicht einig zu sein, das kann das Heidentum auch nicht auszumachen, oder?
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21.01.2010 13:56 |
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Jord 
urmutter der Mondkinder

Dabei seit: 11.05.2008
Beiträge: 253
Herkunft: Universum
Themenstarter
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Danke fuers nicht lesen meines Postings...
So nun mach ich weiter,bis denn!
LG Jord
__________________ Ich bin ein Saeugetier...
http://urmutter.over-blog.net
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21.01.2010 14:23 |
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eald 
Spinner

Dabei seit: 10.04.2004
Beiträge: 1.170
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Hi Juniperus,
| Zitat: |
| Das sähe ich als guten Vergleich, wenn das heutige Heidentum eine Mysterienreligion wäre. |
mal ab davon das Sufis Mystiker und keine Mysten sind, insofern das trotz der Wortähnlichkeit nicht so wirklich was mit Mysterienkulten zu tun hat, ist das heutige Heidentum ja auch kein Rosengarten, nich? Das ich da drum keine eins zu eins Adaption, sondern ein klein wenig Transferleistung mir erhoffte - das hätt ich nicht extra anführen müssen, oder siehst du das grad elementar anders? 
| Zitat: |
Was ist denn das religiöse Wesentliche beim Neuheidentum?
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Da du diese meine mein letztes Post ja doch abgeschlossen habende Frage so freundlich wiederholst, nehme ich mal an das du folgerichtig erkannt hast das ich etwas in den Raum stellte das nicht direkt beantwortet werden will bis kann, dafür aber sehr wohl subjektiv von einem jeden Interessierten daselbst reflektiert werden mag? So wie es manchmal auch klug ist sich mal nach dem Sinn des Lebens zu fragen, auch wenn eine absolute Antwort wohl eher nicht dabei rumkommt?
| Zitat: |
| Hier im Thread habe ich bisher nur "ablenkende Äusserlichkeiten" wie den Bezug und das vermeintliche Erbe der Kelten und Germanen gelesen (von deren Religion man so gut wie nichts weiß). |
Und was genau sticht dich daran grad so heftig das du dermaßen vehement drauf anspringst? Sollte man das "Kelten-/wie Germanentum" dann also per se ganz bleiben lassen wenn die von dir angeführte Unwissenheit doch in jedem Falle eine rekonstrutivistische Neuerung doch nur bedingt? Wenn Jord den naturverbindlichen, gemeinschaftsfähigen wie tradierten Aspekt der "alten Religionen" für sich in den Fokus setzen möchte: Why not? Wird es doch mit Sicherheit auch solche Germanen und/oder Kelten wohl gegeben haben.
Klar gibt es auch genauer recherchierte Darstellungen des "alten Weges" aber offengestanden - mich verwundert deine Gereiztheit ob eines "nicht ganz perfekten Bildes" welches sich hier darstellt, grad ein klein wenig.
| Zitat: |
| Und was das Wesen des Göttlichen betrifft - was man als Wesenskern sehen könnte - da scheint man sich auch nicht einig zu sein, das kann das Heidentum auch nicht auszumachen, oder? |
Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, »es gibt nichts Gutes ... ausser man tut es!« oder mit den Worten eines Gustav Mahlers susgedrückt: "Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" Jord nun »macht« anstatt zu theoretisieren, womit ich nicht sagen will das du etwa nur theoretisierst.
Was ist da dann bitte dran so schlimm, das es historistisch nicht für eine wissenschaftliche Ausarbeitung etwa reicht? Sie drückt sich und ihre Überzeugungen aus. Ist das nicht tausendmal mehr "Religion" als jedes Werk selbst eines renomierten Geschichtswissenschaftlers? Das eher meinte ich [tendentiell] mit meiner Anspielung auf "das Wesentliche".
Klarer so?
__________________

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von eald am 21.01.2010 15:42.
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21.01.2010 15:35 |
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Aurora 
Feuertänzerin
  

Dabei seit: 26.03.2008
Beiträge: 519
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O je , jetzt fängt diese Diskussion hier auch an!
Warum soll alles falsch sein, was nicht durch Quellen belegt oder bis ins kleinste Detail recherchiert ist? Vieles ist heute noch unerforscht und ungeklärt.
Es geht hier um Glauben, nicht um Tatsachen und Jord hat ihre Glaubensvorstellung hier niedergeschrieben. Man kann an allen Religionen etwas kritisieren. Auch im Heidentum gibt es so viele unterschiedliche Strömungen, Ansichten und Aspekte. Da gibt es kein richtig oder falsch.
Ich halte es so: Leben und leben lassen! D.h. ich lasse jedem seinen Glauben, auch wenn sich für mich Dinge widersprechen oder anders darstellen.
Liebe Grüße, Aurora
__________________ Carpe diem!
Noch eins: 
Auroras Kräutergärtchen
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21.01.2010 15:47 |
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eald 
Spinner

Dabei seit: 10.04.2004
Beiträge: 1.170
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| Zitat: |
Original von Jord
Danke fuers nicht lesen meines Postings...
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Welches genau meinst du?
Das erste fand auch ich offen gestanden etwas ... "platt" weswegen ich mich an sich tatsächlich nur auf dein zweites grad bezog, welches ich als Statemant dann aber scho irgendwie hinreichend finde und also eigentlich dann auch gelesen habe.
__________________

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21.01.2010 15:47 |
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Jord 
urmutter der Mondkinder

Dabei seit: 11.05.2008
Beiträge: 253
Herkunft: Universum
Themenstarter
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@Aurora,so sehe ich das auch!
Ich bin aus einem Forum,das einen Verein werden will ausgetreten,obwohl ich den Verein unterstuetzen wollte,eben weil dort Diskussionen ueber die Richtigkeit von Glauben immer wieder statt fand.
Nicht freundlich diskuttiert,sondern richtig fies Teilweise,welcher Glaube denn historisch belegbar ist,etc...
Glaube ist doch sehr individuell wie eine Person Glaube ist das,was man in sich hat und glaubt und nichts von aussen kommendes...
Und deshalb gibt es kein richtig,oder falsch.
Ausser man will andere Ueberreden,oder gar zwingen,das dies oder jenes eben richtig ist,das finde ich einfach total falsch.
@Eald ok...
Liebe Gruesse,
Jord
__________________ Ich bin ein Saeugetier...
http://urmutter.over-blog.net
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21.01.2010 17:37 |
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Nancy 
Streichholz


Dabei seit: 21.02.2008
Beiträge: 20
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@Aurora, ich kann dir nur zustimmen.
Für mich heißt Glaube auch deshalb Glaube, weil nicht alles nachweislich belegbar ist. Sonst wäre es kein Glaube mehr. Ich glaube für mich an dies.. Für andere kann das anders aussehen.
Auch bei anderen Religionen werden historische Tatsachen geleugnet oder geschönt. Man sollte zwar von Fehlern der Vergangenheit lernen und sie nicht ganz außer Acht lassen. Aber es zählt das Heute, un der Mensch dahinter, seine Absichten...
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21.01.2010 19:07 |
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antiheldin 
Feuertänzerin
  

Dabei seit: 12.01.2009
Beiträge: 536
Herkunft: Linz, Oberösterreich
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Viele, besonders traditionelle Wiccas haben ja ein großes Problem mit dogmenfreien Solitaries.. das finde ich persönlich sehr schade. Ich finde da zB Silver RavenWolf's Weg besser. Sie ist zwar auch keine Heilige, und ich stimme auch in vielen Dingen mit ihr nicht überein, aber diese Lockerheit mit der sie die Dinge angeht - das finde ich unschlagbar.
Dogmen und Vorschriften gibt es in den Weltreligionen schon genug. Also ich persönlich habe kein Problem damit, wenn man Heidentum als Religion bezeichnet in der (in einem gewissen Rahmen) "alles erlaubt ist, was gefällt". In einem gewissen Rahmen deshalb, weil es ja auch noch gewisse Punkte geben muss, die Heidentum definieren.
Dementsprechend finde ich auch, dass nicht unbedingt alles genau historisch belegt und recherchiert ist. Ich kann doch auch Spaß an meiner Religion haben und von ihr überzeugt sein, wenn sie eine neue Kreation ist. Bei einem Glaubenssystem gilt doch Gott sei Dank nicht die Formel "je älter desto wahrer". Also mir persönlich is es wurscht, ob sich mein Glaube jetzt auf irgendwelche Kelten, Germanen, Aborigines oder von mir aus auch blaue katzenartige Aliens
zurückführen lässt.
Dass die frühen Germanen oder sonst wer auch nur Menschen waren und man damals keineswegs im goldenen Zeitalter lebte, glaube ich aber auch wohl. Kriege und Verbrechen gabs sicher auch schon im Zeitalter der großen Mutter. Das sollte für den einzelnen Heiden heutzutage aber irrelevant sein.
Die katholische Kirche war (und ist teilweise) auch ein Schwein, und dennoch gibt es schätzungsweise Millionen von Christen, die gute Menschen sind.
[ / Predigt Ende ]
Amen.
__________________
'Cause this is witchcraft, babe,
And it is everywhere
In the wood, in the sea
And the moon got it - yeah
This is witchcraft, babe,
And it is everywhere
That shimmering and glimmering
Is what I am
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24.01.2010 17:23 |
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Shina Edea 
Hüter des Feuers
    

Dabei seit: 29.11.2003
Beiträge: 2.828
Herkunft: Wien
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| Zitat: |
| Das sähe ich als guten Vergleich, wenn das heutige Heidentum eine Mysterienreligion wäre. (Das ist sie wohl aber nur, wenn man unter "Mysterien" etwas wie "irgendwie mysteriös" versteht.) |
Also für mich sind viele heidnische Traditionen genau das, aber nicht, weil es sich dabei um etwas irgwendwie mysteriöses handelt, sondern deshalb weil man das Mysterium er-leben muss, um es zu verstehen. Diskussion ist hilfreich neue Sichtweisen aufzudecken und das Gesamtbild zu erweitern, aber ich glaube dass die entsprechende Erfahrung nötig ist, um dieses Wissen wirklich in den Glauben zu integrieren.
| Zitat: |
| Warum soll alles falsch sein, was nicht durch Quellen belegt oder bis ins kleinste Detail recherchiert ist? Vieles ist heute noch unerforscht und ungeklärt. |
Das sehe ich genauso. Ich denke, dass der Zwang alles niederzuschreiben nicht nur von der Wissenschaft per se kommt, sondern eben daher, dass die Menschen gerade in der westlichen Welt mit dem Buch als Wahrheitsgeber schlechthin aufwachsen. Es ist schwer jemandem zu erklären, was man erlebt hat, und auch wenn, dann kann diese sache von jemand anderem anders erlebt worden sein. Wenn das doch mal niedergeschrieben ist, wirkt es viel substanzieller, als wenn es gesprochen wurde. Und wenn man noch 10 Bücher zitieren kann, in denen es genauso drin steht, wirkt es viel greifbarer, als wenn mit 10 Menschen aus ihrer Erfahrung das Selbe berichten.
| Zitat: |
| Glaube ist doch sehr individuell wie eine Person Glaube ist das,was man in sich hat und glaubt und nichts von aussen kommendes... Und deshalb gibt es kein richtig,oder falsch. |
Ich stimme dir in dem Punkt zu, dass der Glaube sehr individuell ist. Aber genau deshalb glaube ich, dass es schon ein richtig oder falsch gibt. Richtig ist, was ich als richtig empfinde - falsch ist das, mit dem ich nicht leben kann in meiner Überzeugung. Es gibt meiner Meinung nach also schon ein richtig oder falsch, aber das ist immer individuell und gerade deshalb kann man es keinem zweiten als seine Weltsicht aufdrücken.
Ich sehe das Heidentum auch nicht als eine Religion, in der "alles erlaubt ist, was gefällt". Aber, jeder soll die Freiheit haben das zu tun, was er für richtig hält und auch die Freiheit diese Sichtweise von richtig oder falsch zu überdenken und anzupassen, je nachdem was er erlebt und dazulernt.
| Zitat: |
| Die katholische Kirche war (und ist teilweise) auch ein Schwein |
Das ist jetzt sicherlich nicht brutalst ernst gemeint, aber aus dem Anlass der Aktualität heraus möcht ich darauf hinweisen, dass wir in diesem Forum nicht beleidigend gegen jemanden vorzugehen versuchen
Auch wenn dies ein heidnisch, spirituelles Forum ist, ist auch Platz für Andersdenkende, die offen und frei von Beleidigung eine Meinung diskutieren möchten.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shina Edea am 25.01.2010 20:57.
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25.01.2010 20:55 |
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antiheldin 
Feuertänzerin
  

Dabei seit: 12.01.2009
Beiträge: 536
Herkunft: Linz, Oberösterreich
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Entschuldige, so war es wirklich nicht gemeint.. und vor allem war es auch auf die Institution "katholische Kirche" bezogen, und absolut nicht auf irgendwelche Art von Christen.
Sorry!
"Alles war gefällt" ist natürlich auch ein sehr weiter Rahmen.. sicher gibt es da so Dinge. Das Opfern eigener Haustiere oder das Verfluchen der Mathelehrerin fällt da sicher nicht mehr drunter. Das ist es vermutlich auch, was ihr mit richtig und falsch meint, oder?
Aber dennoch gefällt mir diese Aussage wesentlich besser als der zeremonielle Zugang zur Magie, wo es wieder nur heißt: "Man ruft immer zuerst das Element Erde an, und für Heilungszauber darf man nur eine weiße Kerze anwenden, und wer Götter aus verschiedenen Pantheons mixt ist doof und hat keine Ahnung, was er da macht."
Das ist für mich schon wieder zu vorschriften-lastig. Das ist genau das, was mich auch an den Weltreligionen so stört.
Mal als Beispiel: Wenn mir jemand sinnvoll erklärt, warum ich unbedingt nur eine weiße Kerze nehmen darf, halte ich mich ja vielleicht dran. Aber solange für mich gelbe, grüne und rote Kerzen auch funktionieren werde ich mir über die Kerzenfarbe den Kopf nicht zerbrechen.
__________________
'Cause this is witchcraft, babe,
And it is everywhere
In the wood, in the sea
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And it is everywhere
That shimmering and glimmering
Is what I am
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von antiheldin am 26.01.2010 08:33.
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26.01.2010 08:27 |
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Maple_Gunman 
Kesselputzer

Dabei seit: 17.07.2008
Beiträge: 269
Herkunft: Innsbruck
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Glauben und Wissen haben für mich nichts miteinander zu tun, den es heißt ja GLAUBEN und nicht wissen.
Und dieses romantische Gehabe mit den Germanen und Kelten als ach so spirituelle Völker geht mir mächtig auf den Geist. Sicherlich hatten sie ihre Religion, ihre Spiritualität, haben aber sicherlich genauso alles getan, um zu überleben, sei es Wälder abgeholzt oder Krieg mit anderen Völkern geführt. Nur hatte es damals nicht so große Auswirkungen, weil sie einfach nicht viele (im Verhältnis) waren.
zu Silver Raven Wolf: Ich finde sie sehr erfrischend: manch einer meint zwar sie ist zu dogmatisch, doch dem kann ich mich nicht anschließen. In ihren Büchern kommen zwar manchmal Wörter wie "muss" und "soll" vor, doch nicht umsonst schreibt sie in ihrem Vorwort, man solle in keinem Dogma stecken bleiben, auch nicht in ihrem. Das reicht für mich um über das "must" einfach hinwegzusehen (was man im übrigen sowieso immer machen sollte)
Zum Schluss noch ein Zitat für alle, die Dinge immer ganz wissenschaftlich und genau haben wollen:
"Wenn man eine Katze auseinandernehmen will, um zu sehen, wie sie funktioniert, hat man als erstes eine nicht funktionierende Katze in den Händen" - Douglas Adams
__________________ Why all these conflicting specifications
Maybe to prevent overpopulation
All I know is that all around the nation
The girls are crying and the boys are masturbating
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30.01.2010 10:14 |
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Aurora 
Feuertänzerin
  

Dabei seit: 26.03.2008
Beiträge: 519
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30.01.2010 12:38 |
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Lunaris 
Streichholz


Dabei seit: 22.11.2009
Beiträge: 25
Herkunft: Germany
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Wenn es nur einen "Gott" geben soll so dürfte es ebenso nur eine Religion geben über die sich dann streiten lässt. Jede Kultur - ganz gleich wie Alt sie auch gewesen sein mag - hatte Ihr ganz eigenes System, ihre eigene Religion, ihre eigenen "Götter" etc. Man darf nicht vergessen das es ums nackte überleben ging und dort wo eine Kultur verschwand entstand eine neue, höher Entwickelte, der Kreislauf des Lebens eben. Woher allerdings die Religionen stammen, woher der Glaube an "Götter" entand und in unserer heutigen Zeit diese bis auf nun mehr einen "Gott" abgenommen haben, dies wäre ein diskussions Thema.
Ein anderes wäre ebenso warum solche Kulturen plötzlich verschwanden. Hier gibt es zahlreiche Überlieferungen wo manche sich "decken". Mir fehlt es im Moment an Zeit um mehr darüber mich auszutauschen. Ich hoffe aber das gute Thread nicht deshalb "untergehen" oder geschlossen werden weil der Mensch nicht in der Lage ist Sachlich zu diskutieren und jeder glaubt im Recht zu sein. Warum gibt man nicht durch den austausch sein Wissensgebiet weiter, warum immer nur streiten oder angreifen?
Wie soll man denn lernen wenn keiner bereit ist ein Lehrer zu sein, wenn keiner bereit ist ein Schüler zu sein? Niemand ist höher und niemand ist niedriger, alle sind gleich.
LG Lunaris
__________________ Lieben Gruß,
Lunaris
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30.01.2010 13:43 |
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