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Nancy 
Streichholz


Dabei seit: 21.02.2008
Beiträge: 20
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| Forschung, Wissenschaft und Glaube |
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Wie geht Ihr eigentlich mit neuen Wissenschaftlichen Erkenntnissen um? Interessiert mich gerade deshalb weil ich über Metzinger Interview und Tagesspiegel, ein Interview gelesen habe. Insbesondere über das Bewusstsein. Mich verunsichert das immer, da ich schon meine das man solche Erkenntnisse nicht außer Acht lassen kann. Zudem kommt hinzu, dass in meiner Familie niemand religiös ist. Beschäftigt ihr euch mit solchen Dingen? Und hätte das dann Auswirkungen auf euren Glauben?
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07.02.2010 16:41 |
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captain fantasy 
Freund des Waldes
   

Dabei seit: 29.11.2008
Beiträge: 847
Herkunft: Alpen, jetze in saxony alive
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| RE: Forschung, Wissenschaft und Glaube |
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Sorry, aber ich sehe da keine neuen wissenschaftliche Erkenntnisse. Welche meinst du also?
Dass sich da Metzinger high geredet hat, spricht nur für seine Philosophie-Professur, find ich.
| Zitat: |
aus dem Interview mit dem Tagesspiegel:
In Deutschland beginnt nach der Willensfreiheitsdebatte die Diskussion um Gott und einen neuen evolutionären Humanismus. [...]. Es gibt nämlich überhaupt kein Verfahren, um herauszufinden, ob ein Satz wie „Gott existiert“ wahr oder falsch ist. |
Na und damit kann ich an 5 Götter glauben oder an keinen - Niemand wird das Gegenteil beweisen können; siehe auch Kommentare zum Artikel
__________________ TRUST - Vertraue der Welt, der Menschheit und Dir - Es wird einmal der Lohn dafür kommen.
außerdem:
Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als sich unsere Schulweisheit träumen lassen mag. (Major, Twin Peaks)
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07.02.2010 17:08 |
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Terrane 
Kesselputzerin

Dabei seit: 11.01.2010
Beiträge: 201
Herkunft: Aschaffenburg, das bayrische Nizza
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huhu!
ich denke, wissen ist eine sache, fühlen eine andere.
auch wenn die wissenschaft sagt, das das Unterbewusstsein soundso funktioniert, muss das für mich nicht der richtige weg sein, damit um zu gehen...
mal sollte die wissenschaft nicht verleugnen (Creationismus und so), aber seinen Glauben auch nicht (ala: Gott hat die Welt erschaffen, nur nicht in sieben tagen)
meistens lässt sich das ja schon vereinbaren, solange man offen bleibt...
so denke ich zumindest darüber.
liebe Grüße
Terrane
__________________ What ever comes, is right.
http://terranescreativity.twoday.net
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07.02.2010 17:26 |
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eald 
Spinner

Dabei seit: 10.04.2004
Beiträge: 1.170
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| RE: Forschung, Wissenschaft und Glaube |
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Hi,
zuerst einmal verstehe ich das Dreigestirn des Thementitels nicht: Forschung, Wissenschaft und Glaube.
Forschung ist für mich eine Methode der Wissenschaft und kein gleichwertiger Weg etwa neben derselben wie dem Glauben.
Dann sehe ich desweiteren auch keinen Widerspruch zwische Wissenschaft und Glaube, da mir das schlicht zwei verschieden paar Schuhe sind. Sprich, ich sehe wenig Sinn damit Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Schon Heisenberg wußte das erste Einblicke in das wissenschaftliche Wirkungsfeld reichlich ernüchternd wirken, anerkannte in der Folge wiederum aber auch, das ein tieferes Vordringen in die Tiefen der Wissenschaften einem die Wunder dieser Welt wiederum deutlicher noch denn zuvor doch vor Augen dann vorführte.
| Zitat: |
| Wie geht Ihr eigentlich mit neuen Wissenschaftlichen Erkenntnissen um? |
Ich schau, soweit mir möglich, inwieweit sie denn tatsächlich wissenschaftlichen Kriterien gerecht werden, und trenne auch dort dann auch noch nach fakten und Mutmaßungen. Das alles überhaupt aber nur nachdem ich ausgesiebt habe was für mich denn überhaupt von weiterem Interesse ist. Komm ich dann auf etwas das meinen spirituellen Erfahrungen etwa widerspräche, dann klopf ich beides nochmals ab, hätte aber dann auch kein Problem damit, etwa beides nebeneinander stehen zu lassen. Sprich, wenn der Physiker mir sagte das meine Erlebnisse wissenschaftlich unhaltbar sind oder gar eindeutig widerlegbar, diese meine "Erlebnisse" aber in meinem Leben nichtsdetotrotz manches zum Guten für mich bewegten ... Ich hatte auf meinem alten PC ein Gif-Bild das erklärte imo recht weise: "Even if the voices are not real, they have pretty good ideas!"
| Zitat: |
| Beschäftigt ihr euch mit solchen Dingen? Und hätte das dann Auswirkungen auf euren Glauben? |
Ich versuche beides stets auf Stimmigkeit und Richtigkeit abzuklopfen, aber beides in einen Spannungsbogen zu zwängen wie s beispielsweise die Kreationisten unter den Christen, Moslems
und Juden (?) machen, also ein Problem zu haben wenn die Wissenschaft belegt das die Erde x-Jahre älter und oder Jünger ist, den es meine Glaubensüberzeugung etwa unterstellt, ein solches Problem habe ich nicht. Der Glaube ist eines, die Wissenschaft etwas anderes. Beide decken imo gänzlich unterschiedliche Felder ab. Halt das eingangs erwähnte Dilemma mit den Äpfeln und den Birnen.
eald zum gruße ^^
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07.02.2010 18:13 |
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Dancer 
Holzscheit
 

Dabei seit: 20.09.2009
Beiträge: 98
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Ein Freund hat mir mal von folgendem Gedankenspiel erzählt: Wenn man ein komplexes System beschreiben und vollständig erfassen will, so geht das nur von "außen", das heisst, aus einem komplexerem System heraus.
Bezogen auf den menschlichen Geist und alle Vorgänge darin, bedeutet dass, das der Mensch mit seinem Verstand nicht in der Lage ist, ihn jemals vollständig zu erfassen. Auch nicht mit der Hilfe von Computern oder ähnlicher Hilfsmittel, da diese als Schöpfung des menschlichen Geistes nur von höchstens genau so großer Komplexität sein können.
Der Glaube ist etwas zutiefst persönliches - so viele Mensche es gibt, so viele individuelle Glaubensansätze gibt es. Und insofern scheint der Glaube ein Aspekt dessen zu sein, was man als Geist bezeichnen kann.
Ich will damit nicht sagen, dass mein Glaube etwas festgefahrenes ist. Aber
wenn nun die Mittel des Geistes nicht ausreichen, ihn zu beschreiben, und die Wissenschaft ein solches Werkzeug des Geistes ist, dann kann ich auch nicht per se davon ausgehen, das sich mein Glaube jeder wissenschaftlichen Erkenntnis anpasst.
Zumal ich *glaube*
, dass der Glaube kein willentlicher Prozess ist, den man so einfach beeinflussen kann
LG Dancer
__________________
"We are the music-makers, and we are the dreamers of dreams
Wandering by lone sea-brakers and sitting by desolate streams
World-loosers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
Yet we are the movers and shakers of the world, forever, it seems"
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07.02.2010 22:36 |
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Eiriz unregistriert
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Solange irgendwer an Gott glaubt, existiert er doch.... und wenn es nur in dem Glauben des einzelnen ist....
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08.02.2010 01:35 |
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Maienfalke 
Kesselputzer

Dabei seit: 06.12.2007
Beiträge: 288
Herkunft: Gryffiswaldii
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Toll gesagt, Eiriz!!! Wunderschön...
Eigentlich wollte ich hier einen ordentlichen Sermon dazu schreiben, wie's meine Art ist, aber jetzt zitier ich hier nur Eiriz:
| Zitat: |
| Solange irgendwer an Gott glaubt, existiert er doch.... und wenn es nur in dem Glauben des einzelnen ist.... |
__________________ Drei Dinge, die der Mensch ist:
Was Andere denken, dass er sei
Was er selbst denkt, dass er sei
Was er wirklich ist
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08.02.2010 11:41 |
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Bellatrix 
Feuertänzerin
  

Dabei seit: 24.01.2008
Beiträge: 515
Herkunft: Burghausen
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Ich bin selbst Naturwissenschafterin und kann absolut nicht sagen, dass sich Wissenschaft und die Metaphysik widersprechen. Eher im Gegenteil. Die Natur mit all ihren Facetten und ihrer Komplexität macht es einem eher schwer anzunehmen, alles wäre nur durch Zufall entstanden und das menschliche Bewusstsein nur ein Nebenprodukt irgendwelcher biologischen Vorgänge. Von Möchtegern-Wissenschaftlern, die sich gerne reden hören und versuchen, andere in ihre eigene innere Leere zu ziehen, indem sie Monologe über die angebliche Sinnfreiheit des Universums schwingen, halte ich ziemlich wenig. Und wenn Philosophen versuchen ihr destruktives bzw. festgefahrenes Weltbild mit wissenschaftlichen Thesen zu untermauern, ist das sowieso mit Vorsicht zu genießen. Unter Wissenschaftlern, die sich aus Faszination ihrer Umwelt gegenüber für diesen Beruf entschieden haben und dementsprechend offen an die Forschung herangehen, wird man nur schwer jemanden finden, der spirituelle Themen als unhaltbar abtut. Mein Prof hat einmal gesagt, er würde sich angesichts des faszinierenden Zusammenspiels komplexer Vorgänge in der Natur hüten, spirituelle Dinge wie Reinkarnation als unmöglich zu betrachten oder gar als Schwachsinn abzutun. So erlebt man auch oft auf Tagungen, dass man bei anschließenden Diskussionen oder beim abschließenden Abendessen oft von der Wissenschaft hin zu religiösen bzw. spirituellen Themen abschweift.
Ich denke, die Wissenschaft ist genauso wichtig wie die Spiritualität, und der Schlüssel zu einem allumfassenden Weltbild liegt in der Verbindung beider Seiten. Es gibt sowohl in der Religion/Spiritualität als auch in der Wissenschaft Fanatiker, die sich in einem starren Demkmodell festgefahren haben und keine neuen Gedanken zulassen. Neue Erkenntnisse gewinnt man nur durch Offenheit. Das heißt natürlich nicht, dass man jeden Schwachfug für bare Münze halten und somit in das andere Extrem abfallen soll. Eine gesunde Portion gesunder Menschenverstand ist immer angebracht. Aber man sollte einen offenen Geist bewahren. Ich finde in diesem Zusammenhang folgendes Zitat von Einstein sehr passend: „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“
__________________ Walk on a rainbow trail
Walk on a trail of song
And all about you
Will be beauty
(Navajo Song)
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08.02.2010 11:44 |
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Dark_Elv 
Wasserträgerin
 

Dabei seit: 20.08.2006
Beiträge: 385
Herkunft: Osnabrück <-> Hannover
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Ich kann den Post von Bellatrix nur so unterschreiben.
Nur eine Anmerkung vielleicht noch: Es gibt ja auch genug Naturwissenschaftler, die probieren nebenher auch noch auf der metaphysischen Ebene zu forschen. Das verstärkt für mich nur die Ansicht, dass Wissenschaft und Religion stark verschränkt sind.
Es tut mir Leid, dass das hier quasi ein Nullposting ist, aber ich finde es überflüssig das Gesagte zu wiederholen.
__________________ Heute ist nie der falsche Tag um etwas zu ändern!
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08.02.2010 20:04 |
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Nancy 
Streichholz


Dabei seit: 21.02.2008
Beiträge: 20
Themenstarter
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@all Vielan Dank für Eure Antworten.
Das hat mir sehr weitergeholfen. Ich hatte gerade eine Phase des Zweifels, dann noch so ein Artikel ... . Ich bin auch ein sehr logischer Mensch, alles muss meist nachvollziehbar sein. Das machts, mir zumindest, nicht einfacher. Da wie gesagt in meiner Familie leider kein Glaube vorhanden ist.
Jetzt habe ich gleich neue Denkanstöße bekommen. Das hilft mir sehr auf meinen Weg.
Viele Grüße und nochmals Danke
Nancy
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09.02.2010 19:24 |
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